Wie alles begann…

Wie alles begann…

Damals…

Das Ameland-Ferienlager der Propsteigemeinde St. Stephanus aus Beckum blickt auf eine lange Geschichte zurück: Bereits im Jahr 1969 fuhren die ersten Beckumer Kinder und Jugendlichen nach Ameland auf den Hof Molenaar, damals allerdings nur die Jungen und im Rahmen der KJG. 1971 kamen dann die Mädchen an die Reihe, und seitdem ist das Lager eine Ferienfreizeit der Pfarrgemeinde St. Stephanus.

Im Jahr 1976 taten sich neue Möglichkeiten auf: Da ein anderes Lager nicht mehr stattfinden konnte, musste auf die Schnelle ein neuer Besetzer für den Hof Molenaar gefunden werden. Der damalige Kaplan der St. Stephanus-Gemeinde, Franz-Josef („Jupp“) Neyer, nutzte die Gunst der Stunde und entschied, dass neben dem Mädchenlager „Mausefalle“ noch ein Jungenlager nach Ameland fahren soll. Kaplan Neyer wurde der Leiter des Jungenlagers, und „Käpt’n Jupps Piratennest“ war geboren.

In den folgenden Jahren war der Hof Molenaar, der etwas außerhalb von Buren liegt, in den kompletten Sommerferien – das Ferienlager dauerte damals noch 22 Tage! – fest in der Hand von knapp 100 Beckumer Kindern, Betreuern, Küchenfrauen und -männern. Geschlafen wurde auf dem Heuboden der großen Scheune und im Kuhstall – natürlich ohne die Kühe, die waren im Sommer draußen -, und rund um den Hof war reichlich Platz zum Spielen und Toben.

1985 wurden die „Mausefalle“ – aus der übrigens auch die Tradition des Ordentauschens stammt – und das Piratennest zusammengelegt, wobei der Name „Käpt’n Jupps Piratennest“ beibehalten wurde. 

 

Über die Jahre…

Im Jahr 1980 war Kaplan Neyer von Eduard Barton als Lagerleiter abgelöst worden, von 1990 bis 2012 leitete Georg Brentrup das Ferienlager. In dieser Zeit wechselte das Piratennest auch seinen Standort. Im Jahr 2006 fand das Ferienlager das erste Mal auf dem Hof Molenwiek am Rand von Buren statt, wo es bis heute beheimatet ist. Damals haben sich nämlich die Brandschutzvorschriften geändert, die der Hof Molenaar (ohne einen größeren Umbau) nicht mehr erfüllen konnte. 

Im Jahr 2013 haben Michaela Frings, Anna Pelkmann und Dirk Pösentrup die Lagerleitung übernommen. In den Jahren 2014 und 2015 wurde das Lager Anna Pelkmann und Dirk Pösentrup geleitet. Von 2016 bis 2018 leitete Anna Pelkmann das Lager allein. Im Jahr 2019 gab sie nach sechs Jahren ihre Aufgabe weiter an Anja Geisthövel und Marieke Weitenberg, welche in diesem Jahr die Leitung für das Ferienlager übernahmen.

Leider mussten in den Jahren 2020 und 2021 die Lager auf der Insel ausfallen, weil die Vorschriften zur Eindämmung des Corona-Virus‘ eine Fahrt nicht zuließen. 2021 fand stattdessen ein kleine Aktion mit dem Namen „Ameland@Home“ in unserer beheimateten Bauernschaft statt, um zumindest ein bisschen Ferienlager zu erleben. 2022 konnten wir dann unter unserer neuen Lagerleitung in Person von Nicole und Thorsten Hagemann endlich wieder auf unsere Lieblingsinsel fahren.

Bis heute haben viele Betreuer, Küchenleute, LKW-Fahrer, sonstige Helfer und natürlich die zahlreichen Kinder „Käpt’n Jupps Piratennest“ jeden Sommer aufs Neue zu einem tollen Erlebnis gemacht, inklusive Sand in den Schuhen, Betreuersuchspiel und Softeis. Viele sind bis heute echte Amelandfans, und manche Kinder können erzählen, dass schon ihre Eltern in „Käpt’n Jupps Piratennest“ gefahren sind.

 

Und heute?

Im Jahr 2026 feiert das Käpt’n Jupps Piratennest bereits sein 50-jähriges Bestehen. Im Lager werden immer noch Orden getauscht, und es gibt immer noch das Betreuersuchspiel, Softeis und Schuhe voller Sand.

Ab diesem Jubiläumsjahr werden Cecilia Schmiemann und Rieke Nickisch das Lager gemeinsam leiten. 

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